Tipps gegen Herpes: Was hilft wirklich?

Lippenherpes - das kannst du dagegen tun

Unsere Artikel können werbende Inhalte zu Produkten und/oder Partnern enthalten.
Du erkennst sie an diesem Symbol . Erfahre hier mehr.

Aaahhh! Schon wieder kribbelt und juckt es an der Lippe… Herpes 😩 Viele kennen diese Symptome leider nur zu gut. Die Virusinfektion kann aber nicht nur unschöne Bläschen an der Lippe verursachen, sondern auch an der Nase oder gar den Augen. Die Betroffenen sind dagegen leider oft machtlos und können nur abwarten, bis die Bläschen wieder von alleine verschwinden.

Aber irgenwas muss es doch geben, mit dem man Herpes behandeln kann, oder? In diesem Beitrag stelle ich dir verschiedene Ansatzpunkte vor und gebe dir Tipps gegen Herpes.

Herpes – Was ist das eigentlich?

Erst kürzlich hatte ich mit einer Freundin darüber gesprochen: Herpes. Denn es hatte sie wieder mal erwischt. Aus heiterem Himmel. Immer wieder ist sie davon geplagt. Und genervt. Denn es sieht natürlich nicht nur unschön aus, sondern kann auch jucken und schmerzen. Und man kann andere damit anstecken.

Herpes eine Virusinfektion von der laut WHO rund 2/3 der Menschen weltweit betroffen sind. Sie wird hauptsächich oral übertragen (1) und findet den Weg von einem zum anderen oft über Niesen, Küssen oder indem man sich das gleiche Glas teilt, kurzum: über Hautkontakt und Speichel.

Hat man das Herpesvirus einmal in sich, begleitet es einen ein Leben lang – wobei es nicht bei jedem ausbrechen muss.

Während es bei vielen also in mehr oder minder regelmäßigen Abständen an die Oberfläche kommt und an Lippen, Nase oder Augen sichtbar wird, schlummert es bei anderen hingegen ganz tief und fest und lässt sich nie oder nur sehr selten blicken.

Aber woran liegt das? Warum bricht es bei denen einen so häufig aus, während andere davon verschont bleiben?

Diese Frage hat mich beschäftigt und ich habe mal etwas für dich recherchiert.

Wann oder warum kann Herpes ausbrechen?

Das ist eine gute Frage, die du dir vielleicht auch schonmal gestellt hast. Fakt ist, dass Herpes eine Virusinfektion ist. Und ein Virus arbeitet im Körper bzw. mit ihm. Und an dieser Stelle kommt unser Immunsystem in’s Spiel.

Die körpereigene Gesundheitspolizei ist alles, was wir im Kampf gegen Viren und Bakterien haben. Alles, was also dem Immunsystem schadet und es schwächt, kommt den Eindringlingen zu Gute. Denn dann ist niemand mehr da, der auf sie aufpasst, sie in Schach hält.

Tipps gegen Herpes: Immunsystem schützen.
Die UV-Strahlung der Sonne kann unser Immunsystem belasten.

Ob also ein Herpesausbruch stattfindet bzw. wie häufig dieser ist, hängt mit der Stärke unseres Immunsystems zusammen. Dabei gibt es vieles, das ihm zusetzen kann:

  • Umwelteinflüsse
    Eine zu starke UV-Belastung durch die Sonne (Sommer wie Winter), chemische Reize, …
  • Stress
    Privat wie beruflich. Druck vom Chef, Ärger mit dem Partner, Geldsorgen, Hausbau-Stress, etc.
  • Krankheit
    Ist man bereits angeschlagen und arbeitet das Immunsystem auf Hochtouren, verwundert es nicht, dass sich dann Herpesviren auch noch irgendwo durchmogeln können.
  • Ein Mangel an Makro- und Mikronährstoffen
    Verschiedene Nährstoffe sind am Aufbau und Erhalt unseres Immunsystems beteiligt und schützen darüber hinaus unsere Zellen. Eine optimale Versorgung damit ist das A und O für eine starke Abwehr und wohl einer der wichtigsten Tipps gegen Herpes.

Herpes: Das kannst du dagegen tun

Herpes lokal behandeln

Die WHO empfiehlt als Behandlung antiviral-wirkende Medikamente wie Acyclovir oder Famciclovir. Diese können dazu beitragen, sowohl die Schwere, als auch die Häufigkeit der Symptome zu reduzieren. Die Infektion selbst kann damit aber nicht geheilt werden (1).

Florian hat mit einer Aciclovir Lippenherpescreme wirklich gute Erfahrungen gemacht und kann den Herpes damit schon bei seiner Entstehung abmildern, so dass es gar nicht zu einer schweren Infektion kommt.

Eine Alternative sind Herpes Patches, das sind kleine gelartige Pflaster, die zum einen das Kribbeln, Jucken oder die Schmerzen lindern können und zum anderen auch die Bedingungen zur Ausbreitung der Virusinfektion unterbinden. Laut meiner Freundin ist die Wirkung aber oft nicht so wie gewünscht.

Auch Manukahonig kann gegen Lippenherpes eingesetzt werden, denn diesem wird eine wundheilende und antivirale Wirkung zugesprochen. Es gibt ihn z.B. als praktischen Manuka Lippenpflegestift. Manukahonig spendet nicht nur Feuchtigkeit, sondern enthält auch die Vitamine C und E (die beiden sind wirksame Antioxidantien, schützen die Zellen und stärken das Immunsystem) sowie ätherisches Manukaöl.

All das sind gute und mehr oder minder schnelle Lösungen, um sichtbaren Herpes zu behandeln, aber nachhaltig erfolgreich ist man damit leider nicht. Welche anderen Möglichkeiten gibt es also, um Lippenherpes dauerhaft in den Griff zu bekommen und ihn ggf. gar nicht erst entstehen zu lassen?

Herpes von innen behandeln – mit einem starken Immunsystem!

Obwohl Herpesviren ein Leben lang in unserem Körper bleiben, kann man die Ausbrüche unter Kontrolle bekommen und du ahnst sicherlich schon, wie!

Das A und O gegen Lippenherpes ist ein starkes Immunsystem. Wir sind täglich so vielen Viren, Bakterien und Umwelteinflüssen ausgesetzt, dass unser Immunsystem wirklich viel zu tun hat. Kommt dann noch etwas Ungeplantes hinzu – Stress zum Beispiel – hat das Immunsystem an anderen Fronten zu kämpfen, als sich gegen die “harmlosen” Herpesviren zu behaupten.

Ob es zu einem Herpesausbruch kommt und wie heftig dieser ausfällt, ist also von unserem Immunsystem abhängig.

Daher ist es wichtig, dass dieses wann immer möglich so gut es geht gepflegt und unterstützt wird.

Nachfolgend meine zwei Tipps gegen Herpes – die sich in der Praxis aus eigener Erfahrung sehr bewährt haben.

Tipp 1: Reduziere Stress

Hast du Stress, wird vermehrt Cortisol in den Nebennieren produziert und ausgeschieden. Das kann den Körper belasten und dein Immunsystem auf Dauer schwächen wodurch es anfälliger für Erreger jeder Art wird. Herpesviren haben dann leichtes Spiel.

Ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und Meditation können dabei helfen, Stress zu mindern. Da sich im Alltag nicht immer alles einwandfrei umsetzen lässt, kann es in stressigen Zeiten helfen, Magnesium und Vitamin C als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Sie können dabei helfen, den Cortisolspiegel zu senken.

Unser Heilpraktiker hat uns für stressige Zeiten außerdem die aus dem Ayurveda bekannte Heilpflanze Ashwagandha empfohlen. Der indische Ginseng kann bei regelmäßiger Einnahme dazu beitragen, dass man besser mit Stress umgehen und leichter abschalten kann. Dadurch lässt sich langfristig das Stresslevel (und die Cortisolproduktion) senken.

Da Stress bei vielen Menschen – unabhängig einer Herpesinfektion – ein Thema ist, kann ich Ashwangandha an dieser Stelle ganz allgemein empfehlen.

Tipp 2: Auf die ausreichende Zufuhr von Nährstoffen achten

Proteine, Vitamine sowie verschiedene Mineralstoffe sind für ein intaktes und starkes Immunsystem unentbehrlich – und sind DER Tipp gegen Herpes!

Die folgenden Nährstoffe können die körpereigene Abwehr positiv unterstützen:

Sunday Natural Nahrungsergänzungsmittel Supplemente für Veganerinnen
Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel findest du bei Sunday Natural. Hier bestellen auch wir regelmäßig.
  • Proteine fördern die Immunfunktion, indem sie als Antikörper (Immunzellen) wirken und fremde Zellen abwehren bzw. zerstören.
  • B-Vitamine helfen dabei, aus den Eiweißen Immunzellen zu bauen.
  • Immunzellen bombardieren Bakterien und Viren mit freien Radikalen, um sie zu zerstören. Damit sie selbst nicht von diesen Radikalen zerstört werden, schützen Vitamin E und Vitamin C sie bei ihrer Arbeit.
  • Vitamin D unterstützt das Immunsystem.
  • Zink unterstützt ebenfalls das Immunsystem und soll antioxidativ wirken (3). In Bezug auf Herpes sollen Viren bei ausreichender Zinkversorgung schlechter an die Schleimhäute andocken können.

Buch Andreas Jopp: Risikofaktor Vitaminmangel

In diesem Zusammenhang möchte ich dir auch gerne das Buch Risikofaktor Vitaminmangel von Andres Jopp empfehlen. Der Autor beschreibt, warum Vitamine & Co. so wichtig sind und wie man sein Immunsystem in Topform bringen kann, um dauerhaft bestmöglich vor Viren, Bakterien, Stress & Co. geschützt zu sein.


Darüber hinaus können sich Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe positiv auf das Immunsystem auswirken (2). Beide kommen in allen unverarbeiteten pflanzlichen Lebensmitteln vor. Demnach sollte man auf eine ausreichende Zufuhr von Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst achten.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Darmgesundheit. Ist der Darm geschwächt, können schädliche Mikroorganismen ebenfalls leichter den Weg in den Körper finden und das Immunsystem zusätzlich schwächen. Auskunft über deine Darmgesundheit kannst du mittels einer Stuhlprobe erhalten. Eine solche kannst du beispielsweise ganz diskret zu Hause vornehmen und ans Labor senden. Wir vertrauen dabei auf die Selbsttests von cerascreen®.

Die Darmgesundheit kann man übrigens mit der Aufnahme von ausreichend Ballaststoffen und/oder der (vorübergehenden) Einnahme von Prä- und Probiotika verbessern. Ballaststoffe finden sich z.B. in Vollkorngetreide, Gemüse und Obst oder auch in Nüssen. Sie sollten täglich auf deinem Speiseplan stehen (Tipp: siehe dazu die Vegane Ernährungspryramide).

In diesem Sinne wünsche ich dir viel Gesundheit und hoffe, dass dir die ein oder anderen Tipps gegen Herpes weiterhelfen! Berichte doch von deinen Erfahrungen und verrat uns deine Tipps in den Kommentaren.

Quellen
  1. WHO (2020); Herpes Simplex Virus. https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/herpes-simplex-virus
  2. Boeing, H., Bechthold, A., Bub, A., Ellinger, S., Haller, D., Kroke, A., Leschik-Bonnet, E., Müller, M.J., Oberritter, H., Schulze, M., et al. (2012). Critical review: vegetables and fruit in the prevention of chronic diseases. Eur J Nutr 51, 637–663.
    Liu, R.H. (2013a). Health-Promoting Components of Fruits and Vegetables in the Diet12. Adv Nutr 4, 384S-392S.
    Liu, R.H. (2013b). Dietary Bioactive Compounds and Their Health Implications. Journal of Food Science 78, A18–A25.
    Slavin, J. (2013). Fiber and Prebiotics: Mechanisms and Health Benefits. Nutrients 5, 1417–1435
  3. Biesalski, H.K., Grimm, P., and Nowitzki-Grimm, S. (2017). Taschenatlas Ernährung (Stuttgart New York: Thieme Georg Verlag).
    Devi, Ch.B., N, S., Basar, G., Devi, N.O., Jamir, S., and Singh, M.A. (2014). Zinc in Human health. IOSR Journal of Dental and Medical Sciences 13, 18–23.

Bildquellen
Medizinischer Disclaimer

Die Inhalte auf fit-0-120.de dienen ausschließlich zu Informationszwecken.

Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten Methoden dar und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt.

Sie dürfen nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden.

Im Falle einer vorliegenden Krankheit ersetzen unsere Empfehlungen in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Es handelt sich nicht um eine Therapie. Bei Beschwerden oder Krankheiten wende dich an entsprechende Ärzte oder Heilpraktiker.

Du darfst zwar darauf vertrauen, dass alle Inhalte mit großer Sorgfalt von uns erstellt wurden und diese Angaben dem Wissenstand bei Fertigstellung entsprechen, jedoch können wir keine Gewähr oder Haftung für diese übernehmen und erheben weder Anspruch auf Vollständigkeit, noch kann die Aktualität der dargebotenen Information garantiert werden.

Du handelst auf eigene Verantwortung hin. Es wird kein Versprechen abgegeben, dass Heilung oder sonstiger Erfolg stattfinden wird. Für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben, übernehmen wir keine Haftung. Du solltest daher die von uns bereitgestellten Informationen niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden. Bei Beschwerden sollte auf jeden Fall ärztlicher Rat eingeholt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch Abschicken des Formulares wird dein Name, deine E-Mail-Adresse und dein eingegebener Text in der Datenbank gespeichert. Für weitere Informationen wirf bitte einen Blick in die Datenschutzerklärung.